Nachrichten aus Speichersdorf

03.01.2012 20:08

Porzellanfabrik Thomas am Kulm ehrt Mitarbeiter und verbreitet Optimismus – Azubis gesucht

SPEICHERSDORF. Nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre scheint der Porzellanhersteller Rosenthal mit seinem Werk Thomas am Kulm das Gröbste überstanden zu haben. Bei der Jubilarehrung am Standort Speichersdorf jedenfalls verbreiteten Geschäftsführer Pierluigi Coppo und Willi Vogl von der Personalabteilung Zuversicht und Optimismus.

Schon bei der Porzellanmesse Ambiente im Frühjahr vergangenen Jahres hatte Coppo erklärt: „Wir hatten viel Arbeit mit der Umstrukturierung, doch nun fährt das Schiff Rosenthal in ruhigerer See.“ Das internationale Interesse nehme deutlich zu. In Zukunft richte das Unternehmen verstärkt das Augenmerk auf den gemeinsamen Auftritt von italienischem Besteck und Edlem aus Edelstahl sowie Porzellan aus der oberfränkischen Kreativschmiede.

Pressesprecherin Sabine Schrenk erklärt, dass man zunehmend auf Märkten außerhalb Europas aktiv sei, etwa in China, Taiwan, Russland oder Arabien. „Obwohl China eine eigene starke Porzellanindustrie hat, legen die Konsumenten dort großen Wert auf das Qualitätssiegel ,Made in Germany‘.“ Insgesamt 22 Mitarbeiter ehrte die Rosenthal-GmbH in Speichersdorf für ihre langjährige Zugehörigkeit zum Unternehmen. Seit 25, 40, 45 und sogar 50 Jahren sind die Jubilare im Werk Thomas am Kulm und im Werkzeugzentrum tätig. „Gemeinsam mit Ihren Kollegen in Selb bringen Sie insgesamt 1 100 Jahre Erfahrung und Unternehmenstreue zusammen“, sagte Pierluigi Coppo bei der Jubilarfeier. „Das ist wahrlich etwas Außergewöhnliches und auch ein Zeichen für ein gutes Arbeitsklima.“

Willi Vogl von der Personalabteilung – selbst einer der Jubilare – dankte den langjährigen Mitarbeitern, dass sie bereit waren, in nicht immer einfachen Zeiten ihre Arbeitskraft vorbildlich einzubringen und dadurch den jüngeren Kolleginnen und Kollegen die Weisheit vom lebenslangen Lernen und die Bereitschaft zur Flexibilität vorzuleben. „Dafür verdienen Sie unseren Respekt und unsere hohe Anerkennung.“

50 Jahre dabei

Auf ein 50-jähriges Berufsleben kann Heinz Nachbar zurückblicken, der im Werkzeugzentrum Waldershof, das kürzlich in Thomas am Kulm integriert wurde, arbeitet. 1961 begann er seine Tätigkeit mit der Ausbildung zum Maschinenschlosser in Waldershof. Fast 15 Jahre war er in den Werken der früheren Rosenthal-AG auf Montage unterwegs, unter anderem in Irland und in den USA.

Die weiteren Jubilare:

Josef Braun (45 Jahre, Brennbereich), Helmut Löckler (45 Jahre, Malerei), Bettina Schmelzer (45 Jahre, Barverkauf), Horst Biewald (40 Jahre, Pressen), Selahattin Elbir (40 Jahre, Brennbereich), Reinhard Hertel (40 Jahre, Arbeitsvorbereitung), Alfred Kuchenreuther (40 Jahre, Werkzeugzentrum), Willi Vogl (40 Jahre, Verwaltung), Ulrich Weig (40 Jahre, Werkzeugzentrum). Seit 25 Jahren sind dabei: Selma Elbir (Spritzerei), Heike Geier (Glasiererei), Manfred Giera (Becherdreherei), Alfred Heser (Zentrallager), Alaaddin Kargi (Dreherei), Norbert Kaussler (Betriebswerkstatt), Helga Mack (Packerei), Josef Müller (Massemühle), Sylvia Nickl-Heser (Zentrallager), Gaby Plannerer (Werkzeugzentrum), Uwe Reimert (Arbeitsvorbereitung) und Christiane Schuller (Henkelgießen). red


© Nordbayerischer Kurier





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