Nachrichten aus Speichersdorf

15.12.2011 19:49

Speichersdorfer Baufirma easy-tact glaubt an die Zukunft – 15 Beschäftigte betroffen

SPEICHERSDORF. Noch vor wenigen Monaten herrschte eitel Sonnenschein bei allen Beteiligten, als das Einkaufszentrum nördlich der Weidener Straße eingeweiht wurde. Auch bei der Speichersdorfer Baufirma easy-tact, die den Löwenanteil des Areals hochgezogen hatte. Spätestens seit dem 1. Dezember dürfte sich diese Stimmungslage erheblich eingetrübt haben: Das Unternehmen meldete am Amtsgericht Bayreuth Insolvenz an.

Geschäftsführerin der Firma easy-tact ist Claudia Zirkel, die Lebensgefährtin von Siegfried Schulz. Der gebürtige Windischenlaibacher war vor einem Jahr in den Schlagzeilen, als das Unternehmermagazin „Impulse“ über die jahrelange Auseinandersetzung des Bauunternehmers mit einer einheimischen Bank berichtet hatte, an dessen Ende die Insolvenz der Schulz-GmbH und der Neuanfang der Firma als easy-tact standen.

Er gehe „sehr zuversichtlich ins neue Jahr“, sagte Schulz damals gegenüber dieser Zeitung. Easy-tact hatte Ende 2010 knapp 20 Beschäftigte und einen „guten Auftragsstand“. Unter anderem baute Siegfried Schulz das 1,8 Hektar große Einkaufszentrum am Nordrand von Speichersdorf. Die Investitionssumme des größten Bauprojekts im Gemeindegebiet der vergangenen Jahre: etwa fünf Millionen Euro.

Wie Insolvenzverwalter Matthias Hofmann mitteilt, seien von der Insolvenz der Firma easy-tact 15 Arbeitsplätze betroffen.

„Das Problem war nicht, dass die Firma schlecht gearbeitet oder gewirtschaftet hätte. Im Gegenteil. Ausschlaggebend war, dass easy-tact von den Auftraggebern ausstehende Rechnungen in größerer sechsstelliger Höhe nicht bekommen hat“, erklärt der Bayreuther Rechtsanwalt. Er sei zuversichtlich, dass das Unternehmen eine Zukunft habe. Bis etwa Mitte Januar laufe der Betrieb vorerst weiter, danach gingen die Arbeiter „stempeln“.

„Firma weiterführen“

Man sollte auf jeden Fall versuchen, die Firma weiterzuführen, denn das Potenzial sei vorhanden. So hätten sich auch die zwei größten Auftraggeber bereiterklärt, mit easy-tact weiter zusammenzuarbeiten. „Die Aufträge sind da, und außerdem habe ich in meiner Laufbahn schon viel schlimmere Betriebe erlebt“, sagt Matthias Hofmann.


© Nordbayerischer Kurier





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