Nachrichten aus Goldkronach

03.12.2011 20:07

Ministerin Müller würdigt internationale Ausrichtung

GOLDKRONACH. Die Alexander-von-Humboldt-Schule in Goldkronach hat es ab sofort schwarz auf weiß: Sie ist eine Vorzeigeschule in Sachen Europa. Oberfrankenweit ist sie in diesem Jahr die Einzige, die die Europa-Urkunde aus den Händen von Ministerin Emilia Müller entgegennehmen durfte.

Müller ist bayerische Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und zusammen mit einer Jury überzeugt davon, dass in Goldkronach unter Schulleiter Wolfgang Fischer Beachtliches für den europäischen Gedanken geleistet wird.

Das umso mehr, als die Alexander-von-Humboldt-Schule mittlerweile längst zur reinen Grundschule geworden ist, also Schüleraustausch mit den europäischen Nachbarn und ausreichend englische Sprachkenntnis zur Verständigung alles andere als selbstverständlich sind.

Wie gut dies in Goldkronach funktioniert, das bewiesen nicht nur die einhelligen Lobeshymnen der Grußredner Schulrat Clemens Spindler, Bürgermeister Günter Exner, Landtagsabgeordnete Ulrike Gote und der bayerischen Staatsministerin Emilia Müller. Das belegten die Schüler und ihre über 30 Gäste aus Spanien, Dänemark, Polen und den Niederlanden selbst am besten.

Eine fast den frühen Vormittag füllende, teils nur in Englisch gehaltene Großveranstaltung mit über 200 Personen – das wäre in anderen Schulen undenkbar. In Goldkronach hingegen hangelten sich auch die Jüngsten nach besten Kräften über die Sprachbarrieren und sangen selbst in mehreren europäischen Sprachen „Bruder Jakob“.

Hierfür verantwortlich ist unter anderem das didaktische Konzept von Moderator Joachim Günter Grzega, der Professor an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt ist. Denn in Goldkronach ist mit „Basic Global English“ Englischlernen zu Verständigungszwecken bereits im Kindergarten möglich, ab der ersten Klasse ist es Pflicht, ab der dritten Klasse sind Aufenthalte im europäischen Ausland an der Tagesordnung. So steht im März wieder ein Spanienbesuch an. Im neuesten Projekt sind Kontakte mit Nordirland, Bulgarien und der Türkei geplant.

„Sich auf die Andersartigkeit einlassen“, wie es Ministerin Müller als immer wichtigeres Zukunftsziel formulierte, das ist für die Goldkronacher Schülerinnen und Schüler längst selbstverständlich geworden. Ob Internetaustausch oder reale Begegnung wie an diesem Tag mit den gut gelaunten ausländischen Gästen, gesundes europäisches Frühstück – andere Kulturen zu entdecken, macht hier großen Spaß. stn


© Nordbayerischer Kurier





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